15 Tage Äthiopien Rundreise – Reise zu einer ehemaligen Hochkultur

Ein altes Dorf

Äthiopien ein Land der Wunder. Besonders die Kontraste und die Vielfalt des Landes zogen mich schon immer an. Im Herbst letzten Jahres begann meine 15 Tage Äthiopien Rundreise in das Land mit einer der reichsten Historien des afrikanischen Kontinents.

 

Ankunft in Äthiopien

Von Frankfurt aus flogen wir nach Addis Abeba, wo wir schon freundlich von unseren Reiseleitern erwartet und anschließend in ein schickes Hotel gebracht wurden. Nach einer kurzen Erholungspause stand eine Stadttour auf dem Programm. Neben dem Nationalmuseum besichtigten wir die eindrucksvolle Kathedrale der Dreifaltigkeit, die der Krönungsort des letzten äthiopischen Kaisers, Haile Selassie, ist. Bereits im Anschluss lernten wir zum ersten Mal die äthiopische Küche kennen und waren positiv überrascht. Gespannt auf den nächsten Tag und mit einem Jetlag fielen wir in unsere weichen Betten.

Kathedrale Addis Adeba

Kathedrale in Addis Abeba

 

15 Tage Äthiopien Rundreise gehen weiter zum Wonchi-Vulkan

Ein kurzes Frühstück im Hotel und schon ging es zur Erkundung des Kraters des Wonchi-Vulkan. Auf dem Weg dorthin passierten wir den Ort Ambo, der vor allem für sein Quellwasser berühmt ist. In Ambo folgte schon die nächste Besonderheit unserer Äthiopien Gruppenreise: Wir bekamen die Herstellung des lokalen Gerichts ,,false banana“ gezeigt, welches neben Injera (ein säuerliches Fladenbrot) die Ernährungsgrundlage in dieser Region darstellt. Im Kraterrand, des längst erloschenen Wonchi-Vulkans, begannen wir dann unsere Wanderung. Zuerst ging es für uns steil bergab bis wir an einem See im Krater ankamen. Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich in einem Krater eines Vulkans stand – ein faszinierendes Gefühl. Unten im Krater angekommen, fuhren wir mit unserer Gruppe mit dem Boot an das andere Ufer. Auf der Insel Deber, auf der sich eine Klosteranlage befindet, legten wir einen kurzen Zwischenstopp ein. Später wanderten wir vorbei an heißen Quellen und Wasserfällen zurück zum Kraterrand. Ein wirklich einmaliges Abenteuer auf meiner Äthiopien Reise, das ewig unvergessen bleiben wird.

Der Wonchi Krater mit See

Der See im Wonchi Krater

Die Bevölkerungsgruppe Oromo

Am nächsten Tag auf der Fahrt nach Nekemte durchquerten wir das Kernland der Oromo, der größten Bevölkerungsgruppe Äthiopiens. In einigen Zwischenstopps lernten wir in Dörfern, wie aus dem typischen Getreide Tef das Nationalbrot Injera hergestellt wird. Wir lernten den Alltag der Menschen in diesen Dörfern kennen und bestaunten das traditionelle Handwerk der Oromo. Darüber hinaus besuchten wir die Weinberge von Guder, wo der beste äthiopische Wein produziert wird. Hier kostete ich den ersten Rotwein auf meiner Äthiopien Reise. Spät am Abend erreichten wir unser Ziel, Nekemte, und fielen erschöpft ins Bett.

 

Das äthiopische Hochland, der blaue Nil und der Tana-See

Ausgeruht am folgenden Tag erkundeten wir nach dem Frühstück das abgelegene Hochland Äthiopiens. Auf dem Weg durch das Hochland, vorbei an kleinen Dörfern, überquerten wir den Blauen Nil, der sich tief in das Hochland eingeschnitten und einen eindrucksvollen Canyon geformt hat. Zum Ende der Wanderung kamen wir an unserer Unterkunft in Bahir Dar, der Kaiserstadt am Ufer des Tana-Sees, an. Am nächsten Tag zog es uns mit einem Boot auf den weiten Tana-See, der als Quelle des Nils gilt. Auf den vielen Inseln liegen jahrhundertealte Klosteranlagen. Wir legten einen Stopp auf einer der Inseln ein und besichtigten die Kirche Ura Kidane Mihret, wo wir das äthiopisch-orthodoxe Christentum, dass deutlich älter ist als das in Europa, bestaunten.

Wasserfall Blauer Nil

Ein Wasserfall am Blauen Nil

 

Die Wasserfälle von Tis Issat

Wir ließen uns von der Vielfalt dieser 15 Tage Äthiopien Rundreise immer wieder überraschen. Schon am darauffolgenden Tag, präsentierte uns das Land ein weiteres einzigartiges Erlebnis – die Wasserfälle von Tis Issat. Tis Issat sind nach den Viktoriawasserfällen die zweitgrößten Wasserfälle des Kontinents. Auf unserer Wanderung zu den Wasserfällen, bekamen wir sogar Krokodile und Nilpferde an den Ufern des Blauen Nils zu sehen.

 

Die Burgen von Gondar

Unser nächstes Ziel lautete Gondar. Dort angekommen, machten wir uns auf zu einer Besichtigung der mittelalterlichen Burganlage, dem sogenannten ,,Gemb“. Im 17. Jahrhundert wurden hier sechs Burgen gebaut, die von einer dicken Mauer umgeben sind.

Burg von Gondar

Eine der Burgen von Gondar

Weiterhin besuchten wir das Bad des Fasilidas und die vollständig erhaltene mittelalterliche Kirche Debre Birhan Silassie. Hier faszinierten mich vor allem die außergewöhnlichen Deckenmalereien.

Schon bald erwartete uns das nächste Highlight der Äthiopien Reise. Zu Gast bei einer amharischen Familie durften wir deren Kultur hautnah miterleben. Wir lernten die Zubereitung von Injera und Wot (eine äthiopische Soße), aßen gemeinsam und bekamen spannende Legenden erzählt.

 

Der Simien-Nationalpark

Bei einer Äthiopien Reise darf ein Besuch im Simien-Nationalpark nicht fehlen und so zog es natürlich auch uns in das UNESCO-Naturschutzgebiet Simien. Auf den grünen Landschaften bekamen wir noch einige endemische Tiere zu Gesicht, darunter der Walia Ibex, die Gelada Baboons und der seltenste Wildhund der Welt, der äthiopische Wolf. Der höchste Berg des Landes, der Ras Dashen, befindet sich mitten im Nationalpark und wurde auf unserer Wanderung ebenfalls betrachtet und selbstverständlich auch fotografiert. Den spektakulären Blick auf die Simien-Berge werde ich auf meiner Äthiopien Reise niemals vergessen. Genauso wenig, wie die Übernachtungen in der freien Natur. Ich genoss das fantastische Panorama, die zahlreichen Tierarten und die Abgeschiedenheit zwischen den tiefen Schluchten und Tälern.

 

Unsere letzten Tage in Axum

Nach diesen einzigartigen Abenteuern fuhren wir in die antike Hauptstadt des Landes, Axum. Axum war bis ins 8. Jahrhundert Mittelpunkt des Königreiches und die Heimat der sagenumwobenen Königin Saba. Langsam nährte sich das Ende unserer besonderen Äthiopien Reise. Eines der letzten Ziele auf unserem Programm war die Fahrt nach Lalibela, welches als afrikanisches Jerusalem gilt. Auf der Fahrt passierten wir die Gebirgszüge der Ambalaghe-, Oflan- und Lasta-Berge. Hier befindet sich die eindrucksvollen, UNESCO-geschützten Felsenkirchen des Landes. Auf engstem Raum entstanden hier elf monolithische, mehrgeschossige Kirchen, die bis zu tausend Jahre alt sind und sich in ihrer Gestaltung und Form zum Teil stark unterscheiden. Die einen symbolisieren das irdische, die anderen das himmlische, Jerusalem. Auf unserer Besichtigungstour nahmen wir möglichst viele von ihnen mit. Auch die Umgebung von Lalibela faszinierte mich sehr. Wunderschöne Berglandschaften und Hügel. Wir kamen auf unseren Wegen mit unzähligen Einheimischen in Kontakt, die uns stets einen Einblick in ihre Kultur ermöglichten und uns freundlich willkommen hießen.

Kirche in Lalibela

Eine der Kirchen in Lalibela

 

Mit zahlreichen beeindruckenden Erfahrungen ging unsere 15 Tage Äthiopien Rrundreise jetzt zu Ende. Mit dem Flugzeug flogen wir zuerst wieder nach Addis Abeba, bevor es endgültig zurück nach Deutschland ging. Bereits im Flugzeug überkam uns die Nostalgie und wir fingen an unsere nächste Afrika Reise zu planen, das nächste Mal soll es eine Individualreise durch Äthiopien werden.

 

Diese Äthiopien Reise wird mich lange in faszinierenden Erinnerungen schweben lassen und eines Tages werde ich zurück, in das Land der Hoch(land)kultur, kehren.