2 Wochen Myanmar individuell erleben

In diesem Jahr haben wir endlich unsere langersehnte Reise nach Myanmar unternehmen können. In den letzten Jahren waren wir schon viel in Südostasien unterwegs, haben Vietnam als Backpacker bereist und Thailand in den Flitterwochen. Dieses mal haben wir aus beruflichen Gründen leider nur 2 Wochen Zeit gehabt und wir entschlossen uns für eine individuelle, aber vorgeplante Tour durch Myanmar.

Wir kannten uns ja schon ganz gut aus in Asien, aber ein neues Land ist immer eine andere Herausforderung und besonders in Myanmar rechneten wir damit, dass die Infrastruktur in weiten Teilen wohl nicht denen in Vietnam oder Thailand entsprechen wird.

Yangon 

Wir starteten in Yangon der Hauptstadt des Landes, wo wir in einem Hotel übernachteten. Zunächst sind wir zu Fuß und mit dem Bus durch die quirlige Stadt, um uns die Sehenswürdigkeiten anzuschauen u.a. sahen wir die Sule Pagoda, ein Muss für jeden Besucher in Myanmar. Wir finden, dass ein Spaziergang durch die Stadt, Bummeln über den Markt und ein Essen in den lokalen Restaurants vermittelt den besten Eindruck der Stadt. Am Nachmittag ging es zur stadtbekannten Shwedagon Pagode, die über 2500 Jahre alt ist. Die Pagode ist das Wahrzeichen von Myanmar und weltbekannt. Wir bleiben muss zum Sonnenuntergang und genießen die einmalige Stimmung.

Myanmar - Yangon - Burma - Schwedagon Pagode

Bago

Schon am nächsten Morgen verlassen wir Yangon um nach Bago zu fahren. Wir stoppen in Kyaikhitiyo um zum Kinmon Lager zu fahren, die Fahrt im Spezial-LKW dauert fast 50 Minuten. Doch das war erst der sanftere Teil der Reise. Weiter geht es zu Fuß über steile Passagen und wir kommen ins Schwitzen. Relativ viele Besucher sind mit uns unterwegs zum Glück haben wir ausreichend Wasser dabei. Wir begegnen auch vielen Pilgern, die die gesamte Strecke zu Fuß laufen. Wir erreichen den Goldenen Felsen, weswegen wir die Anstrengung auf uns genommen haben und genießen den Moment. In Bago besichtigen wir die höchste Pagode des Landes, die Shwemawdaw Pagode. In Bago gibt es zahlreiche Pagoden und alle sind irgendwie besonders und beeindruckend. Wir verbringen den Tag in Bago und erfahren viel über die Geschichte und die Gegenwart in der Stadt. Wir nutzen die Zeit um ein ein bisschen mehr von der lokalen Küche zu kosten, die uns sehr gut gefällt und wir planen im Urlaub noch einen Kochkurs zu unternehmen, damit man auch zuhause noch die ein oder andere Speise ausprobieren kann.

Pindaya Höhlen

Von Bago geht es über Yangon und weiter nach Kalaw. Allerdinsg fliegen wir zunächst nach Heho und fahren dann mit dem Wagen weiter nach Kalaw. Das ehemalige britische Kolonialstädtchen liegt in den Bergen und ist geprägt von der britischen Vergangenheit, auch hier erfahren wir mehr über die Geschichte Myanmars und besuchen die Stadtbekannten Markt.                                      Wir fahren von hier weiter nach Pindaya, was ca. 2 Stunden entfernt ist. Die Landschaft ist spannend und die Zeit vergeht wie im Flug. Wir besuchen die bekannten Pindaya Höhlen, wo man über 8000 Buddhas vorfindet. Absolut beeindruckend! Noch am Nachmittag geht es weiter, denn unser heutiges Ziel ist der Inle See, wo wir in einem Hotel wohnen werden. Wir fahren bis nach Nyaung Shwe am nördlichen Ende des Sees. Wir verbringen den Abend in unserem einfachen, aber gemütlichen Hotel. Außer uns wohnen zur Zeit nur noch wenige Besucher im Hotel und so können wir die Ruhe und die schönen Ausblicke auf den See genießen. Nach dem hausgemachten Abendessen gehen wir früh schlafen, da am nächsten Morgen ein ganztägiger Bootsausflug ansteht. Nach dem Frühstück brechen wir vom Hotel auf und fahren mit dem Boot über den rund 25km langen See und können dabei die zahlreichen schwimmenden Siedlungen, Einbeinruderer und viele Fischer beobachten. Unser Guide erzählt uns Geschichten vom Inle-See und unterwegs treffen wir Einheimische, die uns von Ihrem Alltag am See erzählen. Nach der Bootsfahrt steigen wir am Nachmittag um, denn wir wollen nach Indein, das nochmal rund eine Stunde vom Inle See entfernt ist. In Indien kann man zahllose Pagoden aus der Bagan-Periode besichtigen, das besondere ist die Ursprünglichkeit in Indein, die Ruinen liegen im tiefen Gebüsch versteckt und versetzten den Besucher in der Zeit zurück. Ein sehr spannender Ausflug. Nach einer interessanten Führung fahren wir zurück zum See und zu unserer Unterkunft. Myanmar-Reisen ohne einen Besuch am Inle-See sind sehr selten.

Reise zu den Heiligtümern in Myanmar

Mandalay

Mandalay ist unsere nächste Station. Wir fliegen von Heho ca. eine Stunde bevor wir in Mandalay landen. Mandalay ist die letzte Stadt der burmesischen Könige und dementsprechend viele beeindruckende Bauten findet man hier. Fast jeder Besucher fährt zum Shew In Bin Kloster, ein beeindruckendes Bauwerk, ebenso wie die Mahamuni Pagoden, in der man die älteste buddhistische Statue Myanmars sehen kann. Nach einer ausführlichen Städtetour durch Mandalay fahren wir für den Sonnenuntergang nach Amarapura, bekannt für die U-förmigen Holzbrücken. Wir sehen den schönsten Sonnenuntergang bisher in diesem Urlaub in Myanmar. Am nächsten Tag geht es mit dem Boot weiter nach Mingun, wo wir uns zahlreiche Kloster und Pagoden anschauen. Den Abend verbringen wir auf einem Hügel unweit der Stadt und genießen einen tollen Panoramablick auf die Stadt und die umliegende Landschaft.

Tempel und Pagoden

Wir haben noch zwei Tage vor uns, bevor wir Bagan erreichen, ein Highlight aller Mynamar-Reisen. Zunächst fahren wir in die Berge, genauer zu den Sagaing Bergen, wo es zahlreiche Pagoden und Klöster gibt, denn der Ort ist ein bekanntes Zentrum für Gläubige. In Monywa besuchen wir die Thanboddhay Pagode. Wir haben in unserem Urlaub schon unzählige Pagoden gesehen, aber die ist wirklich beeindruckend. Von hier aus fahren wir auch noch zu einer Pagode, wo ein 90m langer liegender Buddha liegt. Angeblich der größte in Südostasien.Monywa liegt am Ufer der Chindwin Flusses und am nächsten Morgen überqueren wir den Fluss um auf die andere Seite zu gelangen, wo wir in einen Transporter umsteigen. Ziel des heutigen Tages ist die Pho Win Daung, ein Tempel, der kaum besucht wird, aber äußert beeindruckend ist. In dem Tempelkomplex findet man mehrere hunderttausend Buddhastatuen. Viele Teile sind weitestgehend unversehrt. Wir bleiben einige Stunden und bekommen interessante Geschichten erzählt. Am Nachmittag geht es endlich weiter und wir erreichen am Abend tatsächlich noch Bagan. Mit dem Privatboot hat es lediglich 2 Stunden auf dem Irrawady Fluss gedauert um von Pakokku nach Bagan zu kommen. Wir gehen früh schlafen um für den nächsten Tag fit zu sein. Die Myanmar-Reise gefällt und super, aber wir unternehmen auch sehr viel und haben nicht viel Zeit zum erholen, aber dafür ist es hier auch viel zu spannend.

Bagan

Früh morgens klingeln unsere Wecker. Wir stehen auf und frühstücken, denn der Tag wir lang. Von unserem Führer werden wir abgeholt um in Tal der 1000 Pagoden gebracht zu werden. Hier findet man weit über 2000 Pagoden und Tempel, viele davon sind zerstört oder verfallen, andere befinden sich in einem guten Zustand. Wir schauen ums u.a. die Schwezigon Pagode aus dem 11. Jahrhundert an. Der Tag vergeht sehr schnell und am Abend haben wir beschlossen eine Ballonfahrt über Bagan zu unternehmen. Viele Besucher, dieMyanmar-Reisen buchen lassen sich das nicht nehmen und mittlerweile gibt es 7 Ballons, die jeden Tag in die Lüfte gehen um den Touristen die traumhafte Kulisse von oben zu zeigen. Leider geht die Zeit viel zu schnell vorbei, aber die Aussicht ist unvergesslich und sehr beeindruckend.

Flug ueber Bagan - Im Heißluftballon ueber Myanmar

Ende der Reise

Am nächsten Morgen brechen wir von Bagan auf um nach Nyaung Oo zu fahren, denn hier wollen wir den Markt besuchen um vor dem Abflug noch ein paar Souvenirs unserer Myanmar-Reise zu kaufen. Nächstes Ziel ist der Mount Popa, ein beeindruckender Berg, der inmitten der Landschaft weit in die Höhe ragt. Wir treffen etliche Pilger, die mir uns den Gipfel erreichen wollen. Wir reisen am nächsten Tag weiter von Bagan nach Yangon, denn hier haben wir nun schon unseren letzten Tag. Wir nutzen ihn um noch einmal durch die Stadt zu laufen und den Urlaub in Myanmar Revue passieren zu lassen. Wir packen unsere Koffer und schon auf dem Weg zum Flughafen ist uns klar, dass das nicht unsere letzte Myanmar-Reise gewesen sein wird.