Kenia Familienurlaub mit Kindern – Erfahrungsbericht Safari und Baden

01.03.2017 Reiseberichte Kenia
Kenia Reise

Schon lange wollten wir nach Kenia reisen und dort einen Familienurlaub verbringen. Unser Traum wurde mit der Hilfe von Natürlich Reisen erfüllt. Die wunderschöne Kenia Safari Erlebnis werden wir nie vergessen.

Traumhafte Reise mit der Familie durch Kenia

Am Ende des Jahres wollten wir eine Safaritour in Afrika machen. Dann hatten wir die Möglichkeit, nach der Beratung von Natürlich Reisen auf eine wunderschöne individuelle Kenia Reise teilnehmen zu können. Die Kenia Gruppenreise  hat für uns am besten gefallen.

1. Tag – Ankunft auf Nairobi

Nach planmäßiger Landung fängt unsere Familienurlaub in Kenia an und wir werden (Familie mit Kindern) am 26.12. vormittags von unserem Guide James Musili am Flughafen Nairobi abgeholt. James mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung wird sich für uns als absoluter Glücksgriff  herausstellen. Souverän lenkt er seinen Geländewagen durch den Verkehr Nairobis zuerst zur Osita-Lodge, dann zu einem schönen Restaurant im Kolonialstil neben dem Karen-Blixen-Museum, wo wir im Garten ein köstliches Lunch einnehmen.

 

2. Tag – Nairobi Nationalpark

Neben dem Besuch des Karen-Blixen-Hauses und der Besichtigung einer Fabrik, in der alleinerziehende Mütter Schmuck herstellen, ist der Besuch einer Aufzuchtstation im Nairobi-Nationalpark ein besonderer Höhepunkt. Hier werden sehr junge Elefanten, deren Mütter von Wilderen abgeschossen oder früh verstorben sind, aufgezogen. Tagsüber sind die Elefantenkinder im Nationalpark. Gegen 17 Uhr können wir die jungen Elefanten beobachten, wie sie zurück in die Aufzuchtstation kommen. Mehr als 20 Elefanten laufen so nah an uns vorbei, dass wir sie berühren könnten. Die Pfleger nennen die Namen, damit man sie sich zur Adoption aussuchen kann. Für je 50 USD adoptieren wir Lasayen und Malkia und unterstützen damit die Arbeit der Station.

 

3. Tag – Masai Mara Wildreservat

Am nächsten Tag geht es durch das imposante Great Riff  Valley zu unserer Lodge im Nationalpark Masai Mara. Die mehrstündige Fahrt wird nie langweilig, weil James uns immer wieder auf interessante Dinge am Wegesrand aufmerksam macht, uns viel über Kenia erzählt und an Top-Aussichtspunkten anhält. Am frühen Nachmittag kommen wir dann in dem versteckten, kleinen, aber sehr feinen Osero-Camp an. Unsere Zelthütten sind sehr komfortabel, mit Holzboden und gemauertem Bad, sogar mit Badewanne. Nach einer leckeren Stärkung geht es auf Safari bis zum Sonnenuntergang. Viele Giraffen, Zebras, Gnus und Antilopen, Warzenschweine sind zu sehen. Besonders die Weite der Masai Mara bei herrlichen Lichtverhältnissen ist beeindruckend. Wir erleben noch, wie eine Antilopenmutter ihr Neugeborenes gegen zwei Schakale verteidigt, zunächst erfolgreich, aber letztlich schaffen es die beiden Jäger doch und die Mutter überlässt ihr Junges den Schakalen. Zurück in der Lodge werden wir sehr persönlich und zuvorkommend bedient.

 

4. Tag – Safari durch der Masai Mara

Am 28.12. liegt ein ganzer Tag Safari durch die Weiten der Masai Mara vor uns. Aber zunächst besuchen wir ein Masai-Dorf! Die Masai begrüßen uns herzlich mit dem traditionellen jump-Tanz, zeigen uns ihr umzäuntes Dorf, wie man Feuer macht, ihre einfachen Lehmhäuser und ihr Kunsthandwerk. Interessanter kann ein Tag kaum beginnen.


Dann beginnt unser Game-Drive durch die Masai-Mara. Wir sehen die big five (keine Leoparden, dafür einen Geparden bei der Jagd): Löwen, Büffel, Elefanten, ein Nashorn und jede Menge Antilopen, Giraffen, Zebras, Warzenschweine,…. Kurz vor unserem Picknick unternehmen wir noch eine Fußpirsch mit dem jungen, sympathischen Ranger Lulu, der uns Krokodile und viele Flusspferde zeigt. Unser Picknick nehmen wir dann direkt an der Grenze zu Tansania mit Blick über die Weite der Serengeti ein.

 

5.  Tag – Lake Naisvasha

Am nächsten Tag geht unser Familienurlaub weiter nach Norden zum Lake Naivasha. Die geräumigen, komfortablen Zelte des Lake Naivasha Country Clubs  mit Blick auf den See sind auf Holzpfählen erhöht errichtet, damit die Flusspferde, die nachts auf die Lodge-Wiesen kommen, nicht unsere Nachtruhe stören. Tagsüber grasen Gnus, Zebras und Antilopen friedlich auf dem Lodge-Gelände. Affen versuchen immer wieder leckere Happen im Restaurant mit überdachtem Außenbereich zu ergattern. Nachmittags unternehmen wir eine Bootstour auf dem See, überall sehen wir die Augenpaare der vielen Flußpferde. Verschiedene große, bunte Vogelarten kann man am Seeufer beobachten, wie auch mehrere Fischadler, Giraffen und Wasserböcke. Ein Fischadler schnappt sich den Fisch, den unser Bootsführer Josef ihm ins Wasser wirft. Nach dem reichhaltigen Abendbuffet werden wir im Dunkeln von Wächtern zu unseren Zelten begleitet.

 

6.Tag – Amboseli Nationalpark

Am nächsten Tag brechen wir früh auf an Nairobi vorbei Richtung Kilimanjaro zum Amboseli-Nationalpark. Am frühen Nachmittag erreichen wir unsere Lodge, das Amboseli-Senterim-Camp. Nach einer guten Stärkung geht es mit einem Masai auf Fußpirsch. Wir lernen die verschiedenen Tierspuren kennen und welcher Dung zu welchem Tier gehört. Beim Werfen mit dem Masai-Speer merken wir, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist.

7. Tag – Silvester und Neues Jahr in Kenia

Silvester, 2016. Frühmorgens geht unsere Safari in den nahen Amboseli-Nationalpark. Den ganzen Tag über durchstreifen wir mit dem Geländewagen den Nationalpark. Unser Papa Musili zeigt uns mehrfach große Elefantenfamilien mit gerade geborenen Elefantenjungen. Wir beobachten  eine große Löwenfamilie mit mehreren Jungen. Auf beiden Seiten der Piste sehen wir  viele Zebras, Antilopen, Strauße, Giraffen, Warzenschweine, Hyänen, Maribus und andere Vogelarten. Eine Pause machen wir  am Observationshügel, der von Salzwasser umgeben ist. Von dort können wir auf  einer kleinen Insel große Gruppen von Flamingos und Pelikanen beobachten. Im sumpfigen Gelände suchen Elefanten nach essbarem Grünzeug.
Abends erleben wir einen tollen Silvesterabend und einen schönen Übergang ins Neue Jahr 2017. Die Masai feiern in ihren traditionellen Gewändern. Alle Gäste sind eingeladen. Wir tanzen bei afrikanischer und moderner Musik um den Pool. Eine großen Tonne mit Feuer ist aufgestellt, in der ab und zu Explosionen stattfanden, begleitet von großem, freudigen Geschrei.
Neujahr 2017.

 

8. Tag – Tsavo West

Nach dem Frühstück gehen wir noch zum Senterim-View-Point und welch ein Glück, die Wolken reißen kurz auf und geben den Blick auf den schneebedeckten Kilimanjaro (5895 m) frei.
Dann geht es weiter Richtung Tsavo West. Ein sehr interessanter Trip entlang der Grenze zu Tansania führt uns durch fruchtbares Land, das durch das Wasser vom Kilimanjaro durch ein ausgeklügeltes Kanalsystem bewässert wird. Tomaten- und Maisfelder, Mangobäume und Bananenstauden säumen den Weg. Gegen Mittag kommen wir an unserer Lodge, dem Ziwano Voyager Camp an. Das Camp liegt paradiesisch an einem See. Vor dem Hintergrund des Kilimanjaro (andere Seite) kann man Krokodile, Flusspferde, Störche und Kraniche beobachten. Ein Waran läuft am Ufer entlang. Die Bedienung und das Essen hier sind herausragend. Auf zwei Pirschgängen zu Fuß kommen wir einigen Krokodilen sehr nahe und sehen Impalas, Flusspferde und Schildkröten aus einer anderen Perspektive. Der begleitende Masai erklärt uns, wie Sträucher und Büsche für medizinische bzw. hygienische Zwecke genutzt werden, z.B. für das Zähneputzen. Da der Grund um die Lodge Privatbesitz ist, können wir hier auch eine Nachtfahrt durchführen und nachtaktive Tiere wie Hyänen, Schakale und Flusspferde außerhalb des Sees erleben.
Nach diesem viel zu kurzen Aufenthalt in diesem wunderschönen Ort geht unsere Safaritour weiter zum Nationalpark Tsavo Ost, berühmt  für seine roten Elefanten. Am Parkeingang gibt Papa Musili uns einen Überblick über den Park und unsere Aktivitäten hier.
Unsere Senterim- Lodge liegt sehr zentral. Beim Abendessen können wir vorbeiziehende Elefanten und Antilopen beobachten. Ein Besichtigungshöhepunkt ist der Besuch der Elefantenstation, in der die in Nairobi aufgezogenen Elefanten wieder in die freie Wildbahn ausgegliedert werden. Täglich werden die Elefanten in den Nationalpark ausgeführt, bis sie sich einer Familie anschließen.
Unser letzter Tag mit Papa Musili. Die Fahrt Richtung Mombasa beginnt mit einem mehrstündigen Game-Drive durch den riesigen sehr grünen Nationalpark Tsavo East. Noch einmal sehen wir viele Elefanten, Antilopen, Zebras, Giraffen, Affen, Adler und andere Vögel.  Danach geht es über die stark befahrene Nationalstraße nach Mombasa und zu unserer Lodge am Indischen Ozean.

 

9- 13. Tage – Baden, Erholung und Dorf Besichtigung

Die letzten vier Tage genießen wir in der tollen Severin Sea Lodge direkt am Bamburi Beach. Von den Zimmern in den Rundbungalows haben wir einen schönen Blick auf den Palmengarten und das Meer. Die großzügige Poolanlage und das warme Meer laden zum Baden ein. Wir unternehmen eine Bootstour, um beim nahen Korallenriff unzählige bunte, interessante Fische beim Schnorcheln zu beobachten. Am langen Sandstrand können wir in Richtung Mombasa das lebhafte Treiben der fliegenden Händler, Wassersport und interessante Strandkneipen sehen. Die andere Richtung zeigt uns kaum berührte Natur mit vielen Strandkrabben, farbigen Muscheln und Mangrovenbäumen. Nach den erlebnisreichen Tagen in den Nationalparks tuen uns die ruhigeren  baden Tage am Meer gut.
Ein erlebnisreicher Ausflug steht am vorletzten Tag noch auf dem Programm, der Besuch eines Dorfes, die Besichtigung einer Bio-Farm und das gemeinsame Kochen auf der Farm. Zunächst werden wir von der Lodge zu einem Dorf gebracht. Der Dorfvorsteher und die Bewohner, besonders die Kinder begrüßen uns sehr offen und herzlich. Wir sehen die einfachen, harten Lebensbedingungen und erfahren einiges über das Leben der Erwachsenen und Kinder im Dorf.
Anschließend besuchen wir eine Bio-Farm die zur Severin Sea Lodge gehört. Wir erfahren viel über die Früchte die hier angebaut werden. Nach dem Kosten von verschiedenen Mangoarten, Sternanis, Passionsfrüchten, Papaya, Orangen, Ananas und Kokosmilch sind wir erst einmal gut gesättigt.
Außerdem lernen wir noch kennen, wie man aus Aloe Vera Seife herstellt. Die Seifenstücke erhalten wir dann als Geschenk.
Dann lernen wir Irene, die Tochter von Papa Musili mit ihrem Mann und ihren Kindern kennen. Irene führt uns in die afrikanischen Kochkünste ein, ihr Mann hat ein Barbecue vorbereitet. Bei der Herstellung des Abendessens gibt es in herzlicher Atmosphäre viel zu lachen. Das Essen wird dann am Lagerfeuer mit einer Flasche Wein unter dem eindrucksvollen Sternenhimmel Afrikas eingenommen.


Ein wunderschöner Abschluss einer traumhaften Kenia Familienreise. Am letzten Abend werden wir noch von unserem Reiseveranstalter mit dem Besuch eines Spezialitätenrestaurants auf einer nachgebauten Dau überrascht.
Insgesamt hatten wir fantastische Tage in Kenia. Asante sana!!!