Reisethrombose bei Flugreisen – Das können Sie tun um einer Thrombose vorzubeugen

12.11.2015
Spezialist für Gruppen- und Individualreisen

Enge Räume und wenig Platz auf einem Langstreckenflug. Eine mögliche Folge dessen, ist die Reisethrombose, die Sie durch Bewegungslosigkeit in engen Sitzräumen erleiden können. Erfahren Sie hier, Wer zur Risikogruppe zählt und wie Sie Ihre Gesundheit schützen können!

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1.Reisethrombose bei Flugreisen

 

Die Reisethrombose ist auch bekannt unter dem Touristenklasse Syndrom. Die Spezialform der Sitzthrombose entsteht durch ein längeres und zugleich beengtes, unbewegtes Sitzen während einer Reise, die hauptsächlich im Flugzeug stattfindet. Durch das Sitzen wird der Blutfluss in den Beinvenen verlangsamt, was eine Thrombusbildung zur Folge haben kann. Die Häufigkeit der Reisethrombose nimmt stets zu, denn immer mehr Menschen reisen in ferne Ländern und auch viele ältere Menschen nehmen Langstreckenflüge auf sich. Besonders kritisch ist die Verwendung eines Schlafmittels auf Flugreisen, denn dann ist die Bewegung noch geringer als zuvor schon.

Bei einer normalen Verletzung gerinnt das Blut nach einer Weile und die Wunde verschließt sich. Findet diese Gerinnung in den Adern statt, so handelt es sich um eine Thrombose. Das anfangs so kleine Gerinnsel kann innerhalb von kürzester Zeit zu einem großen Blutpfropf heranwachsen. Eine Verstopfung der Adern ist die Folge. Insbesondere in den Bein-Venen bilden sich Thrombosen bevorzugt. Sobald sich der Blutstropfen absondert, wird dieser über den Blutkreislauf in die Lunge transportiert. Bleibt er nun dort stecken, kann es zu einer lebensgefährlichen Lungenembolie kommen. Thrombosen verursachen in der Regel keine Beschwerden. Ab und an kann ein Spannungsgefühl oder leicht ziehende Schmerzen in den Beinen auftreten, welche als Reisethrombose-Anzeichen auf Flugreisen dringlich ernst genommen werden sollten. Bei plötzlich einsetzenden Reisethrombose-Symptomen wie Brustschmerzen und Atemnot ist sofortige ärztliche Hilfe notwendig.

 

2. Was passiert im Flugzeug?

 

Im Flugzeug ist aufgrund der Flughöhe die Luft sehr dünn. Um den Flug überleben zu können, erhöht sich der Luftdruck in der Kabine auf 2500 Meter Druckhöhe. Der Körper ist diesen niedrigen Luftdruck nicht gewöhnt, vergleichbar mit einer Trekkingtour auf einen Berggipfel während einer Nepal Rundreise. Die Venen dehnen sich beim Fliegen aus, wobei der Blutfluss verlangsamt wird. Dabei steigt die Gefahr, eine Blutgerinnung zu erleiden. Oftmals sind deswegen bei der Landung die Füße angeschwollen, merklich ist dies, wenn man nicht mehr in die Schuhe hineinpasst.

Ferner sinkt die Luftfeuchtigkeit im Flugzeug auf 3 Prozent, gewöhnt sind wir Menschen eine Luftfeuchtigkeit am Boden von circa 20 bis 30 Prozent. Die 3 Prozent Luftfeuchtigkeit beim Fliegen entsprechen die, eines trockenen Wüstenklimas. Die Folge der geminderten Luftfeuchtigkeit für den Körper ist, dass er an Flüssigkeit verliert und das Blut dickflüssiger wird, was zur Entstehung von Thrombosen beitragen kann.

Vor allem in der Economy-Class der Airlines ist oftmals nur wenig Platz zur Verfügung. Die Beine sind eingeengt und haben keine Bewegungsfreiheit. Die Venen sind während der gesamten Flugdauer in der Leiste sowie in der Kniekehle abgeknickt, wodurch das dickflüssige Blut noch langsamer durch die Venen fließt und somit ein weiterer Faktor für eine mögliche Thrombose darstellt.

 

3. Was kann man tun – vorbeugende Maßnahmen

 

Ausreichend Bewegung ist die optimalste Prophylaxe gegen eine drohende Thrombose. Insofern der Flug ruhig verläuft, sollten Sie die Gelegenheit nutzen und mindesten einmal pro Stunde aufstehen. Laufen Sie den Gang auf und ab, gehen Sie zur Toilette oder stellen Sie sich kurz hin. Darüber hinaus ist ein Sitzplatz am Gang oder am Notausgang vorteilhaft. Ein regelmäßiges Kreiseln der Füße regt die Durchblutung der Beine an und hält den Blutfluss in Schwung.

Mittlerweile bieten bedeutende Airlines auch Gymnastikprogramme während der Flugreise an. So bietet zum Beispiel eine in Deutschland oft genutzte Airline sogenannte „Flyrobic-Videos“ an, in dem Passagiere unter Anleitung isometrische Übungen durchführen, um ihren Blutfluss zu fördern.

Zudem ist es wichtig, dem Körper ausreichend Flüssigkeit zuzuführen. Auf einer circa zehn stündigen Flugstrecke von Südafrika nach Frankfurt muss mit einem deutlichen Flüssigkeitsverlust gerechnet werden. Deshalb ist es sehr bedeutsam, dass Sie auf Ihren Langstreckenflug zum Beispiel auf einer Asien-Reise viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Hier bieten sich Fruchtsäfte und Mineralwasser an. Diese geben den Körper neben der Flüssigkeit auch wertvolle Mineralsalze zurück. Von Alkohol ist abzuraten, denn dieser erweitert die Venen und verlangsamt somit den Blutstrom.

Vorbeugend bei Reisethrombose ist Aspirin. Weiterhin gehört zur prophylaktischen Reisethrombose Behandlung das Tragen von Kniestrümpfen. Blutverdünnende Medikamente sind bei Risikopatienten wie Gipsträger notwendig. Wenn Sie an Venenerkrankungen leiden, sollten Sie sich vorab Rat von einem Spezialisten holen, denn so können Sie sicher sein, auf der Flugreise die notwendige Reisethrombose Reisemedizin parat zu haben.

 

4. Risikogruppen – wer ist gefährdet?

 

Für die meisten gesunden Menschen ist die Reisethrombose Häufigkeit eher gering. Vielmehr sind ältere Personen gefährdet. Aber auch Raucher, frisch Operierte sowie Übergewichtige und alle, die hormonelle Verhütungsmittel verwenden, zählen zur Risikogruppe. Ebenfalls gehören Menschen mit Krampfadern zur Personengruppe oder auch Schwangere, die bevorzugt an einer Thrombose erkranken könnten. Ein hohes Risiko tragen Flugreisende, die bereits vorab schon mal eine Thrombose erlitten haben.

 

Fazit:

 

Wer genügend Flüssigkeit während eines Langstreckenflugs zu sich führt beziehungsweise mindesten einmal stündlich die Beine bewegt, mindert das Risiko an einer Thrombose zu erkranken deutlich. Auch das Kreisen mit den Füßen ist vorteilhaft, da es den Blutkreislauf anregt. Darüber hinaus sollten Menschen, welche zur Risikogruppe gehören, vor der Flugreise einen Arzt konsultieren, damit die Reise in das ferne Land unproblematisch wird. Sprechen Sie auch die Airline auf Ihre Ängste an. Gegebenenfalls kann Ihnen ein Notausgang- oder Gangplatz reserviert werden.

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